Schrecks Anstalt - "Eine Verwahranstalt für Geistigminderwertige" - Psychiatrie im Nationalsozialismus am Beispiel der Rastatter Pflegeanstalt

Programm 2025

Schrecks Anstalt - "Eine Verwahranstalt für Geistigminderwertige" - Psychiatrie im Nationalsozialismus am Beispiel der Rastatter Pflegeanstalt

Das badische Innenministerium richtete 1934 in Rastatt eine Pflegeanstalt für psychisch Kranke ein, die aus Sicht der Nationalsozialisten als nicht mehr therapierbar galten. Arthur Schreck war der Leiter der Anstalt. Mit sparsamsten Mitteln richtete er im Garnisionslazarett, das viele bauliche Mängel aufwies, den Anstaltsbetrieb ein. Er übernahm 600 Patienten aus anderen badischen Psychiatrien. Der Anstaltsbetrieb, der keine therapeutische Behandlung vorsah, fand unter menschenunwürdigen beengten Zuständen statt. Im September 1939 wurden die Rastatter Patienten nach Zwiefalten und später nach Grafeneck gebracht, wo 480 Rastatter Patienten in den Gaskammern starben. 

Nach dem Krieg wurde das Gebäude von der Internationalen Flüchtlingsorganisation als Durchgangslager für Displaced Persons genutzt. Später wurde es Durchgangslager für Flüchtlinge und Heimatvertriebene und blieb bis zu Beginn der 1990er Jahre Landesaufnahmestelle für Geflüchtete.

Referentin ist Frau Iris Baumgärtner, ehemalige Leiterin des Stadtmuseums Rastatt.

Nach dem Vortrag ist eine Diskussionsrunde vorgesehen zum damaligen und heutigen Umgang mit Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Datum:
25.09.25
Zeit:
15:00
-
16:30
Uhr
Ansprechpartner/in:
Ulrike Antonia Sztatecsny
Telefon:
E-Mail:
Eintritt:
frei
Zusatzinfo:

Führung und Vortrag finden vor Ort in der ehemaligen Pflegeanstalt statt und starten an der Ecke Lützowerstraße/Ludwigstraße.

Veranstaltungsort:
Pflegeanstalt Rastatt
,
Ecke Lützowerstraße/Ludwigstraße
,
76437
Rastatt
Veranstaltungspartner:
Logo Soroptimist Club Murgtal